IAS Standardisierung

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Die Integrated Assembly Solutions (IAS) hat sich darauf geeinigt die Vision der Industrie 4.0, d. h. alle Teilnehmer und Assets (Maschinen, Anlagen, Werkstück usw.) im Unternehmen kommunizieren miteinander, in die Realität umzusetzen. Bis dahin ist es aber noch ein steiniger Weg.

In der heutigen Fertigung kommunizieren die Assets über proprietäre Schnittstellen und einer Vielzahl unterschiedlicher Protokolle und Bussysteme. Ein Kommunikationsstandard ist also derzeit nicht existent.

Daten und Befehle werden über Bits und Bytes ausgetauscht (z.B. I/O-Signal, Temperaturwerte). Was schon lange in der Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommt, nämlich die objektorientierte und somit serviceorientierte Programmierung (SoA), ist im Maschinenbau noch weitestgehend unbekannt.

Zukünftig sollen sich die Assets, mit Hilfe einer serviceorientierten Architektur, gegenseitig verstehen, d. h. sie benutzen ein Informationsframework, das eine semantische Beschreibung des Assets ermöglicht. Die Maschinensprache wird somit auf ein einheitliches Format gebracht. OPC UA kann diese Anforderung erfüllen und somit als ein Industrie 4.0 Standard gesehen werden (OPC UA kurz erklärt). 


IAS hat daher am 23.02.17 einen Arbeitskreis „OPC UA for IAS“ gegründet und sich folgende Punkte zum Ziel gesetzt:

 

  1. Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Assets und Plattformen bzw. Betriebssystemen verwirklichen.
  2. Einfachere und schnellere Systemintegration aller IAS-Komponenten (Plug-and–Work → Time-to-Market wird verkürzt)
  3. Mehr Daten für den Kunden zugänglich machen.
  4. Neue Dienste für Kunden ermöglichen (Condition Monitoring, Predictive Maintenance, Software Up- & Download).
  5. Sichere Kommunikation mit Cloud, SPS-, MES- und ERP        
  6. Erarbeitung einer Companion Specification mit OPC UA für die gesamte IAS-Branche