Struktur der Robotik-Normungsaktivitäten

Da die Robotik eine dynamische Wachstumsbranche darstellt, spielt auch die Technische Normung in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Neue Möglichkeiten und technologische Entwicklungen der Robotik müssen sich auch in den Inhalten der jeweiligen Normen widerspiegeln.

Als Beispiele sind Industrieroboter als Produktionsassistenten, d.h. Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in einem Arbeitsbereich ohne trennende Schutzeinrichtung zu sehen oder auch die Thematik der kooperierenden Roboter, d.h. mehrere Roboter arbeiten synchronisiert in einer Roboterzelle. Die Überarbeitung relevanter internationaler Robotik-Sicherheitsnormen ist hierbei von großer Bedeutung.

Bis 2006 waren nur Robotik-Normungsprojekte im industriellen Bereich innerhalb des ISO/TC184/SC2 "Robots and robotics devices" möglich. Um auch Robotikanwendungen außerhalb des industriellen Bereiches berücksichtigen zu können, wurde 2006 die Erweiterung des Anwendungsbereiches und in Verbindung damit die Modifikation des Titels des SC2 entschieden.

Am 1. Januar 2016 ist das bisherige ISO/TC184/SC2 durch ein eigenes Robotik-TC, das ISO/TC 299 "Robotics", ersetzt worden. Auf nationaler Ebene werden im Arbeitsausschuss "Robotik" (DIN NA 060-38-01AA) des Normenausschuss Maschinenbau (NAM) wichtige Themen zur Robotik behandelt.

Der NAM ist laut Vereinbarung zwischen DIN und VDMA organisatorisch, finanziell und personell dem VDMA angegliedert. Der NAM führt seine Normungsarbeiten nach den allgemeinen Grundsätzen für die Normungsarbeit des DIN durch.